Social Media & Arbeitswelt: Die Ergebnisse der Onlinebefragung!

Werbung in Social Media ist weit zielführender für Unternehmen als herkömmliches Marketing. Der durch persönliche Empfehlung von Facebook-Freundinnen erzielte Werbeeffekt ist vielfach höher als bei der klassischen Werbung, vergleichbar mit der guten alten Mundpropaganda.

Das wissen auch die Unternehmen und versuchen zunehmend, die sozialen Netzwerke ihrer Mitarbeiterinnen für die Unternehmensinteressen nutzbar zu machen. Ich habe am Rande meiner Masterthesis in Webwissenschaften Arbeitnehmerinnen (nicht wundern über das kleine i, ich verwende das aus Gründen der besseren Lesbarkeit für die weibliche und die männliche Form) online u. a auch zu diesem Thema befragt:

online_befragungRund 21 % sehen eine Erwartungshaltung der Arbeitgeberin, dass die Mitarbeiterinnen im Interesse des Unternehmens tätig werden.  Tatsächlich tätig geworden im Interesse der Arbeitgeberin sind demnach auch bereits 32 %, der überwiegende Teil (74 %) auf eigene Initiative, aber bei immerhin 18 % ging diese von der Vorgesetzten aus.

Generell: Ein Drittel derer, die Social Media  (das sind 66 % der Befragten), nutzen es beruflich und privat.

12.06.13_23_28-BildschirmkopieAccounts für berufliche Nutzung: Wirft man einen Blick darauf, welche Accounts sie dafür nutzen, wird ersichtlich, in welchem Umfang die Mitarbeiterinnen ihre privaten Accounts für berufliche Zwecke verwenden. Lediglich 21 % verwenden dafür  berufliche Accounts . Hier sieht man das enorme Potenzial, das die privaten Netzwerke ihrer Mitarbeiterinnen für die Arbeitgeberinnen haben. Und auch Konfliktpotential ist meiner Meinung nach entsprechend viel vorhanden.

Bei knapp der Hälfte der Teilnehmerinnen ist die private Nutzung am Arbeitsplatz geregelt. Für 45 % aus dieser Gruppe,  ist die Nutzung von Facebook & Co generell untersagt, bei 32 % ist sie teilweise erlaubt. Lediglich 13 % der Befragen haben die generelle Erlaubnis während der Arbeitszeit auch Social Media zu verwenden. Obwohl die Nutzung im beruflichen Interesse immer mehr wird, haben viele Unternehmen (noch) einen sehr restriktiven Zugang zu der Frage.

Die Entgrenzung zwischen Privatem und Beruflichem führt immer öfter auch dazu, dass die Mitarbeiterinnen mit Vorgesetzten oder Kolleginnen vernetzt sind.  49 % sind mit Kolleginnen vernetzt auch wenn sie offline nicht mit ihnen befreundet sind, immerhin 17 % mit Vorgesetzten.

Die Frage, ob diese Tatsache ihr Verhalten in Social Media beeinflusse, beantworteten 56 %  mit eher nicht bzw. gar nicht. Angesichts der Tatsache, dass sich die Fälle mehren, in denen Arbeitnehmerinnen Schwierigkeiten wegen Aktivitäten in Facebook & Co bekommen, ein fast erschreckend hoher Wert.

Bei knapp einem Drittel der Befragten wurden bereits Social Media Guidelines erstellt. 45 % geben an, dass alle Regelungen darin verbindlich sind. Auf die Frage, ob weitere Informationen zum Thema Social Media und Arbeitswelt benötigt werden, antworten fast 90 % mit Ja (52 % davon sagen „ganz sicher)

Die Onlinebefragung wurde im Mai 2013 anonymisiert schwerpunktmäßig unter OÖ Betriebsratsvorsitzenden durchgeführt. Sie ist nicht repräsentativ.

Die gesamte Auswertung stelle ich hier online:

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