(politisches) Campaigning in Social Media

Ich verbringe diesen Sonntag an der JKU. Und weil ich mich im Rahmen des Webwissenschaftstudium schon seit Samstag Morgen intensiv mit Social Media beschäftige – Yussie Pick bringt uns als externer Lektor das Social Media Campaigning näher – und sehr viel über Testen gesprochen wird, teste ich jetzt auch: Und zwar einen eigenen Blog. Wird eh Zeit irgendwie.

Das Wichtigste bei Social Media habe ich gehört, ist Zuhören: Gestern hatten wir das  Vergnügen, den Social Media Auftritt einiger OÖ Parteien zu analysieren. Interessant: Es hat sich keine Gruppe gefunden, die die FPÖ analysieren wollte. Die ÖVP OÖ ist nicht  existent in Social Media,  weder auf Facebook, noch auf Twitter oder Youtube. Es scheint als sei sie noch immer nicht im Web2.0 angekommen. Die SPÖ OÖ hingegen ist in Social Media präsent. Die Analyse ihres Auftritts ist aber durchaus durchwachsen: Wenige Fans auf Facebook, keine Strategie erkennbar, kaum Interaktion mit den UserInnen, sondern eindimensional auf Information ausgerichtet. Was mir noch aufgefallen ist: Die Seite ist über die FB-interne Suche fast nicht zu finden. Das liegt evtl. an dem ungünstigen Namen (https://www.facebook.com/SPOE.Oberoesterreich).

Mangels ÖVP-Auftritt wurde die JVP OÖ betrachtet, aber auch diese Ergebnisse fielen nicht rosig aus. Sie hat zwar über 2.000 Fans aber kaum Traffic auf ihrer Seite. Es entsteht der Eindruck: Dabei sein ist alles, Präsenz um der Präsenz willen. Und: Möglicherweise ist die Grundherangehensweise eine falsche: Nämlich, dass Social Media dazu da wäre, Informationen zu verbreiten. Das funktioniert aber nicht. Es bedarf eines Paradigmenwechsels, einer Herangehensweise, sich mit den UserInnen auf Augenhöhe zu bewegen: Martin Ötting – Willkommen im Rattenkäfig.

Die Grünen haben  die positivsten Rückmeldungen der Analyse-Gruppen bekommen: Sie verstehen Social Media nicht nur als Informationsmedien, sondern versuchen (wenn auch nicht sonderlich erfolgreich) den sog. “Call to Action” (Also die UserInnen zu EINER Aktion bewegen zu wollen).

Bestätigt wurde ich gestern auch in meiner Einschätzung, dass NEWSLETTER sozusagen von gestern sind. Emails sind zwar nach wie vor eine der wichtigsten Möglichkeiten, um an die Menschen zu kommen, aber eben nicht in Form von Newslettern (die gelesen oder ungelesen) im Papierkorb landen ohne was zu verändern, sondern Emails mit einem konkreten Aufruf irgendetwas zu tun.  Etwas weiterzuleiten, FreundInnen zu erzählen, einen Aufruf zu unterschreiben, etwas zu spenden, jemandem (Bürgermeisterin, Landtagsabgeordneten, BundeskanzlerIn) einen Protestbrief zu schreiben, usw.
EMail  ist nicht tot, es lebe das EMail! 🙂

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One Response to (politisches) Campaigning in Social Media

  1. andreame says:

    Welcome in der Welt der Blogger_innen, liebe Karin!

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